Die Neue Energie Alternative

Atomkraft für Deutschland, Gas und Uran aus Russland, Kohle aus Südafrika


Ökostrom nur billig durch Subventionen? Ein Blick in die Zahlen

Wind- und Solarstrom gelten als billig – doch Kritiker weisen darauf hin, dass die niedrigen Preise nur durch Subventionen, Steuervergünstigungen und umgelegte Netzentgelte zustande kommen. Die „wahren Kosten“ der Energiewende würden den Bürgern verschwiegen und über Umwege aufgebürdet – so argumentierte EIKE erst am 6. August 2026 unter dem Titel „Erneuerbare Energien sind billig? Reuters recycelt den Mythos“.

Kommentar von Dr. Karin Lindenberg, Energiepolitisches Institut der Alternative

Nichts ist umsonst, das ist eine der wenigen Lebensweisheiten, die mir aus meiner DDR-Sozialisation geblieben sind – dort wusste man genau, was passiert, wenn man Preise künstlich verzerrt, statt sie ehrlich auszuweisen. Insofern ist die Frage nach den „wahren Kosten“ der Energiewende erst einmal berechtigt.

Also habe ich mir die unabhängige Stromgestehungskosten-Studie des Fraunhofer-Instituts angesehen – eine Rechnung, die Investitions-, Betriebs- und Kapitalkosten über die gesamte Lebensdauer einer Anlage einbezieht, unabhängig von Förderungen. Das Ergebnis überrascht: Onshore-Windkraft liegt bei 4,3 bis 9,2 Cent pro Kilowattstunde, Photovoltaik-Freiflächenanlagen bei 4,1 bis 14,4 Cent. Neue Kernkraftwerke dagegen kommen auf 13,6 bis 49,0 Cent, Steinkohle auf 17,3 bis 29,3 Cent, Gasturbinen auf 15,4 bis 32,6 Cent. Nach dieser unabhängigen Rechnung sind die Erneuerbaren die günstigste Option, nicht die teuerste. Selbst Dr. Marshall T. Cole, der seine Karriere einst in der Öl- und Gaslobby begann, räumte im Gespräch ein, dass vergleichbare Zahlen der amerikanischen Analysefirma Lazard zu ähnlichen Ergebnissen kommen – nicht gerade das, was man von jemandem mit seiner Vita erwarten würde, aber Zahlen sind Zahlen.

Quelle: Fraunhofer ISE, Studie Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien, Juli 2024

Ursprünglicher Beitrag: EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie, 6. August 2026.


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