Seit Jahrmillionen schwankt das Erdklima – lange bevor der Mensch auch nur eine Kerze angezündet hat. Historische Warmzeiten, Eiszeiten, alles ganz ohne Industrie. Warum also sollte ausgerechnet unser CO2-Ausstoß heute der Weltuntergang sein? Kritische Klimaforscher weisen seit Jahren darauf hin: In vergangenen Erdzeitaltern stieg die Temperatur oft an, bevor der CO2-Gehalt überhaupt zunahm. Die Ursache-Wirkung-Kette, die uns die classe politique verkauft, steht damit auf tönernen Füßen. Schon das Europäische Institut für Klima & Energie (EIKE) legte dies im Juli 2019 ausführlich dar.
Kommentar von Dr. Karin Lindenberg, Energiepolitisches Institut der Alternative
Ich habe in meinem Leben gelernt, offiziellen Wahrheiten erst einmal zu misstrauen – dafür musste ich nicht einmal die Wende erleben, das hat mir schon mein Physiklehrer in Thüringen beigebracht. Und tatsächlich: Wer sich mit den Eiszeit-Daten beschäftigt, findet genau dieses Muster. Die Erwärmung kommt zuerst, der CO2-Anstieg folgt. Das ist keine Erfindung der Klimaskeptiker, das zeigen die Eisbohrkerne selbst.
Die spannende Frage ist aber, was daraus folgt. Denn der Auslöser einer Erwärmung ist nicht dasselbe wie ihr Verstärker. In den vergangenen Erdzeitaltern waren es Schwankungen der Erdumlaufbahn – die sogenannten Milanković-Zyklen –, die den ersten Temperaturanstieg auslösten. Das freigesetzte CO2 kam danach und wirkte als Verstärker: Über neunzig Prozent der damaligen Erwärmung fand erst statt, nachdem der CO2-Gehalt bereits gestiegen war. Die heutige Erwärmung lässt sich mit diesem Mechanismus aber nicht erklären – sie verläuft viel zu schnell für Bahnparameter, die aktuell sogar eher in Richtung Abkühlung zeigen würden. Wer den historischen Zeitverzug zitiert, um zu behaupten, CO2 spiele keine Rolle, verwechselt Auslöser mit Verstärker. Das ist kein Beweis gegen den menschengemachten Anteil – im Gegenteil.
Quelle: Helmholtz Klima, „Behauptung: Der CO2-Anstieg ist nicht Ursache, sondern Folge des Klimawandels“
Ursprünglicher Beitrag: EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie, Juli 2019.
